Fußball-Viertelfinale

der Wettkampfklasse 0 im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“

Ein Erlebnisbericht

Sportplatz TUS Berne: Nachdem die STS Horn vor 3 Wochen mit einer erschreckend schlechten Leistung doch noch die nächste Runde erreichte, wurde nun gegen die Erich-Kästner-Schule, die ihrerseits souverän ohne Niederlage die erste Spielrunde bestanden hatte, gespielt.
Die STS Horn ging mit dem nötigen Respekt, aber auch hoch motiviert, in diese Partie. Das Spiel begann und man merkte sofort, wie entschlossen die Horner Jungs waren, dieses Spiel zu gewinnen. Von Beginn an wurde zielstrebig nach vorne gespielt und es war eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis das erste Tor für Horn fällt. Eine Chance folgte auf die nächste, doch der Ball wollte einfach nicht über die Linie. In der 30. Minute jedoch wurde der Horner Stürmer (Adal) „geschickt“ und konnte nur noch mit einem Foul kurz vor dem Sechzehner gestoppt werden. Der ausgeführte Freistoß wurde dann mit der Hand abgeblockt. Folge: Elfmeter. Eren tritt an und verwandelt souverän zur 0:1 Führung. Direkt nach dem bis zu diesem Zeitpunkt verdienten Führungstreffer spielte Horn munter nach vorne und hätte zur Halbzeit mindestens mit vier bis fünf Toren führen müssen. Die Erich-Kästner-Schule hatte zu keinem Zeitpunkt in der ersten Halbzeit Bezug zum Spielgeschehen, was zurück zu führen war auf die stabile Horner Defensive. Außer zu einigen Bällen, die unser Torwart ablief, kamen sie nicht vor das Horner Tor.

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Die zweite Halbzeit begann und die Horner waren kaum wieder zu erkennen. Stellungsfehler, Fehlpässe und Fehler in den Absprachen häuften sich. Die Erich-Kästner-Schule kam immer besser ins Spiel und bekam nun auch ihre Torchancen, die allerdings nicht zwingend gefährlich waren. Das Spiel war nun offener. Chancen auf beiden Seiten mit einem kleinen Übergewicht auf Seiten der Erich-Kästner-Schule zeichneten das Spiel aus. Es war ein kampfbetontes Spiel. Es wurde viel gemeckert. Es wurde stark provoziert, sodass der Schiedsrichter kurz davor war, das Spiel abzubrechen. Dann kam die 65. Minute. Unser Torwart rollt den Ball kurz ab zu unserem Verteidiger. Dieser wird sofort von drei Gegenspielern unter Druck gesetzt und verliert den Ball. Der gegnerische Stürmer läuft auf unseren Torwart zu, der den Stürmer dann von den Beinen holt. Ein berechtigter Elfmeter. Der gefoulte Spieler tritt an und lässt unserem Torwart keine Chance. Vorsprung egalisiert. 1:1.
Der Gegentreffer war wie ein Weckruf für die Horner, die auf einmal wieder begannen, wie in Halbzeit eins zielstrebig nach vorne zu spielen. Aber wie schon im ersten Abschnitt des Spiels konnten die vielen Torchancen nicht in Tore umgemünzt werden. Hingegen hatte man das Gefühl, dass die Erich-Kästner-Schule nur noch die Verlängerung herbei sehnte und nichts mehr nach vorne machte. Es gelang aber auch den Horner Spielern nicht bis zum Ende der regulären Spielzeit, ein weiteres Tor zu erzielen. Folglich ging es auch in die Verlängerung.

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Es wurde 2x 10 Minuten nachgespielt.
Horn machte da weiter, wo sie in der 2. Halbzeit aufgehört hatten. Folgerichtig konnte durch ein schönes Tor aus ca. 25 Metern (Javus) die erneute Führung erzielt werden. Neuer Spielstand: 1:2. Mit dieser Führung und einem Gegner, der nichts mehr entgegenzusetzen hatte, so schien es, ging es in die zweite Halbzeit der Verlängerung. Das Spiel befand sich weiter auf hohem Niveau, leider jedoch nicht in Bezug auf die nötige Fairness. Es gab mehrere schmerzhafte Fouls und zu viele Diskussionen mit dem Schiedsrichter.
Aber wie es so schön heißt im Fußball: „ Wenn man die Dinger vorne nicht macht, kriegt man sie hinten eingeschenkt.“ Und genau so kam es kurz vor Schluss. Umso ärgerlicher noch, dass es ein Eigentor war. Flanke von rechts, der Horner Verteidiger hält den Kopf hin und der Ball fliegt unhaltbar für den Torwart in den Winkel. Erneuter Ausgleich für die Erich-Kästner-Schule.
Auch nach dem Ausgleichstreffer hatten beide Mannschaften die Chance das Spiel zu entscheiden. Dies war aber nicht der Fall.
Es folgte das Elfmeterschießen, welches eigentlich vermieden werden wollte.
Nach einem kurzen Einschwören auf das Elfmeterschießen – in einem eventuellen Halbfinale wollten ja schließlich alle mit den neuen Trikots spielen – ging es dann los.

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Es sollte, dem vorhergehenden Spiel entsprechend, ein dramatischer Verlauf folgen:
Bestimmt wurden zunächst jeweils drei Schützen.
Nachdem das Horner Team zu Beginn einen der drei Elfmeter verschoss und die STS Erich-Kästner anschließend jeweils traf, musste deren letzter Schütze „nur“ noch treffen und das Spiel wäre, unverdienterweise, verloren gewesen. Da der Horner Torhüter (Aymen) diesen Ball jedoch durch eine gute Parade halten konnte, ging auch das Elfmeterschießen in die Verlängerung.
Dazu wurden jeweils zwei Nachschützen bestimmt.
Nach einem Fehlschuss (daneben) des Gegners konnte der Horner Schütze treffen. Anschließend traf wiederum der Gegner. Nun kam es auf den letzten Schützen an. Javus traf! Das Spiel schien gewonnen und vorbei. Der Schiedsrichter ließ diesen Strafstoß jedoch, da er noch nicht angepfiffen hatte, wiederholen. Zum Glück behielt der Schütze, Javus, auch jetzt die Nerven und das Spiel war vorbei. Die STS Horn hatte gewonnen. Die Freude war nun überschwänglich.

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Mein Fazit:
Alles in allem war es ein verdienter Sieg. Wir hätten das Spiel allerdings schon vorher entscheiden müssen. Man kann auf jeden Fall auf diese Leistung aufbauen. Das Team zeichnete sich durch eine geschlossene Leistung und ein hohes Maß an Siegeswillen aus. Es steckt auf jeden Fall viel Potenzial in dieser Mannschaft.

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(Verfasser: A. Tatsis, 13b)