Manchmal sind Ergebnisse zweitrangig

Bei der zweiten Teilnahme unserer Fußball-Mädchenmannschaft der Wettkampfklasse I an der Endrunde des Wettbewerbes „Jugend trainiert für Olympia“ rückt die Endplatzierung in den Hintergrund

Begonnen hat das Turnier am 28.09. 2016 auf der Fußballanlage des HFV in Jenfeld für unsere ältesten Mädchen zunächst zuversichtlich. Mit einem klaren 4:0 Sieg im ersten Spiel.

Es folgten drei weitere Spiele, wobei sich in den beiden Spielen gegen die Mannschaften der Julius Leber Schule sowie der Stadtteilschule Heidberg herausstellte, dass es schwer ist, gegen Mannschaften zu bestehen, deren Teams eingespielt sind, da die jeweiligen Schulen mit den beiden großen Hamburger Fußballvereinen kooperieren. Gemessen an diesen Vorteilen hat sich unser Horner Team insgesamt jedoch gut geschlagen und die nur logischen beiden Niederlagen mit einem 0:1 sowie einem 0:2 nicht wie ein „Torfestival“ aus Sicht der Gegner aussehen lassen. Gründe dafür lagen vor allem in der guten Einstellung und der starken kämpferischen Leistung. Auch viele gute Paraden unserer Torhüterin verhinderten höhere Niederlagen.

Das letzte Gruppenspiel mussten unsere Mädels aber leider ohne ihre stärkste und erfahrenste Spielerin bestreiten, da sich diese gegen die Julius Leber Schule schwer verletzte. Durch ein 0:0 konnten wir aber zumindest den 3. Tabellenplatz erreichen, welcher angesichts der schweren Verletzung jedoch für alle Beteiligten zur Nebensache wurde.

Viel entscheidender an diesem Tag war, wie es unsere Mannschaft meisterte, mit dieser Situation umzugehen. Es zeigten sich hierbei vor allem Sensibilität, Empathie sowie Geschlossenheit und Zusammenhalt. Eigenschaften, die in einer solchen Situation zeigen, dass der Sport mit all seinen Facetten nicht immer nur auf messbare Erfolge bzw. messbare Ergebnisse abzielt, sondern darüber hinaus eben viel mehr ist – nämlich ein Bereich unseres Lebens, der Werteerfahrungen vermittelt und somit auch zur Persönlichkeitsbildung im positiven Sinne beiträgt.

In jedem Fall wünschen wir dir, Manja, eine schnelle Genesung und wir sind ganz zuversichtlich, dass dich diese schwierige sportliche Situation nur, wenn überhaupt, kurzzeitig „zurückwirft“ und dass du langfristig gesehen gestärkter daraus hervorgehen wirst.

N. Schymiczek